Wenn aus 20 Seemeilen plötzlich 119 werden.

Der Tag startet mit einem wohlverdienten Ausschlafen. Wir liefen dann Punkt 11 Uhr ohne Frühstück aus, welches aber sobald das Groß und die Pam (G2) oben waren und wir mit 10 Knoten dahin rauschten, nachgeholt wurde. Eigentliches Ziel war Helsingeborg, welches mit 20 sm uns dann aber doch viel zu nah war. Die Häfen auf der dänischen Seite des Öresunds waren leider durch Corona auch keine Option. Schnell trafen wir also die Entscheidung, unser nächstes großes Ziel Aarhus anzusteuern. ETA 3 Uhr morgens. Das Wachsystem wurde auch gleich wieder eingeläutet und somit begab sich die erste Freiwache für ein angenehmes Mittagsschläfchen in die Koje. Als wir um ca. 17 Uhr wieder aus den Kojen krochen hatten wir den Öresund schon verlassen und wir liefen volle Höhe. Dies erschwerte durch Schräglage und Welle die Kochsituation, die jedoch als ein leckeres Pilzrisotto auf dem Tellern war schnell wieder vergessen war. Spanned wurde der Abend als wir plötzlich vom dänischen Militär angefunkt wurden da wir eins der zahlreichen Schießgebiete passierten und in dieser Nacht dort tatsächlich eine Übung stattfand. Wir wurden dann aufgefordert, das Gebiet auf direktem Weg Richtung Norden zu verlassen und somit verloren wir viel unserer hart erkämpften Höhe. Als nächstes Highlight überraschte uns eine Welle, die eine Badewannenfüllung durchs offene Luke in die Navi goss. Nicht nur das Logbuch und die Papierkarte waren betroffen auch aus der Tastatur floss das Wasser. Trotz erschwerten Navigationsbedingungen erreichten wir letztendlich zwei Stunden später als geplant Aarhus und ließen uns in die Koje fallen.

 

Viele Grüße von Bord wünschen euch

 

Cosima, Gesine, Claire, Laurids, Arne, Julius, Johannes, Rickmer, Lennart, Bende und Katrina

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