Halbmodell für die Crew beim RBSR ©HVS

Roschier Baltic Sea Race – eine erfolgreiche Premiere

Helsinki Lighthouse ©Pepe Korteniemi / Roschier Baltic Sea Race 2022

IRC Zero 1. Platz ©HVS

Sunrise Sailing ©HVS

Welcome-Beer ©Pepe Korteniemi / Roschier Baltic Sea Race 2022

Als Abschluss des erstmals ausgetragenen Roschier Baltic Sea Race durften wir einige Preise entgegennehmen. Neben den Klassensiegen in den Wertungen IRC Zero und Finnrating 1, wurden wir auch mit der „Känsäkoski Trophy“ für die beste Jugendcrew ausgezeichnet und konnten unsere Leistung feiern.

Zwischen unserem Zieldurchgang und der Preisverteilung blieb es für die „Störtebeker“ noch zwei Tage lang spannend. Während wir schon eine knappe Stunde nach der Überquerung des Ziels sicher sein konnten, in der Gruppe IRC Zero gewonnen zu haben, hatten die kleineren Boote aus den anderen Gruppen noch über zwei Tage Zeit, uns berechnet in der Wertung IRC Overall zu schlagen. Während wir also das Schiff aufklarten und uns wieder an das Landleben gewöhnten, verfolgten wir auf dem Tracker, wie sich ein Windsystem entwickelte, für das jeder Segler in diesem Rennen beachtliche Opfer gebracht hätte. Glücklicherweise schafften es (nur) noch die „Silver Moon II“ (H-323) und das „Team Mobline“ (Albin Nova), uns auf dem Overall-Treppchen auf den Dritten zu verdrängen, obwohl sie zwei Tage länger unterwegs waren. Glückwunsch an die Overall-Sieger-Familiencrew um Salla Kaven und an die Double-Handed-Segler Paer Lindfors und Nadine Kugel zum Zweiten!

Den Ergebnissen vorausgegangen war eine vielfältige Regatta. Nachdem wir uns schwer taten, bei den nur 3 kt Wind beim Start überhaupt Fahrt ins Schiff zu bekommen, folgte ein langes Leg nach Westen, während dessen wir lange Zeit Seite an Seite mit einem norwegischen 76-Füßer segelten, auf dem die warme Dusche zum guten Ton vor der Freiwache gehörte.

Es sollten mehrere kräftige Winddreher kommen, die in den verschiedenen Modellen aber zu sehr verschiedenen Zeitpunkten vorhergesagt waren. Wir lernten das Spinnaker-Staysail als Windseeker lieben. Die Dreher und Flauten aussegelnd, freuten wir uns auf die Südspitze Gotlands, denn hier durften wir endlich unter Gennaker das Rennen um den Speed-Highscore starten.

Das Downwind-Abenteuer fand dann mit dem Erreichen einer Konvergenzlinie ein Ende. Der Wind sollte plötzlich von SW auf N drehen. Statt Dreher fanden wir aber erstmal nur Flaute vor und versuchten mühselig, Strecke nach Norden zu treiben, um den neuen Wind zu erreichen.

Als wir wieder losfuhren, ging es geradeaus auf Helsinki Lighthouse zu, wo uns der Wind wieder verließ. Mit vielen Segelwechseln (der letzte keine 100m vor dem Ziel) und sehr konzentrierem Segeln konnten wir uns der Linie nähern – wir wussten, welche Chancen wir hatten. Danke fürs Anfeuern!

Im Hafen angekommen, wurden wir herzlich vom Race Director Chris Stone mit einer Palette Bier empfangen. Die „Roschier Baltic Sea Race Prize Giving Zeremonie“ fand am 27. Juli im Katajanokka Casino, am Start- und Zielhafen in Helsinki, statt. Der RORC CEO Jeremy Wilton dankte den Sponsoren und allen ehrenamtlichen Helfern. Dem können wir uns nur anschließen!

Mit dieser ersten Auflage des Roschier Baltic Sea Race wurde der Grundstein für eine neue und interessante 600+ Meilen-Regatta in der Ostsee geschafften. Ari Känsäkoski, der auf der Enderpearl segelte, kündigte im Namen der Ocean Racing Alliance an: „I think everything went very well. In 2024 we aim to have more boats and we are already building the plan to get everything ready for the second race…“

 

Wir freuen und drauf! Torben mit Wachführer Cosima, Merle und Wito und Crew Arne, David, Fritz, Hauke, Okke und Thore

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