NRV Herbsttour 2011 Bericht III

Die letzten Tage auf See…

So, nachdem wir alle wieder heil in Flensburg angekommen sind, gibt es nun ein kleines Update zum restlichen Törn der Herbsttour:

Nachdem wir aus Hundstedt ausgelaufen sind, hieß das neue Ziel Nyborg! Ein Hafen in ca. 85 Meilen Entfernung - also ein ordentlicher Tagestörn mit viel Wind und ein bisschen Regen sowie falsch zu deutenden Seezeichen und ein bisschen Welle. Außerdem gab es wieder einmal ein Race zwischen der Haspa Hamburg und der Norddeutschen Vermögen, welches am Ende nur durch die gelungene Stromnavigation eines Elbseglers und die Unterstützung seiner Crew gewonnen werden konnte…

Was wir an diesem Tag gelernt haben:

- dass Ampeln an Land von See aus aussehen, wie eine Tonne, die ihre Farbe von Rot auf Grün wechselt,

- dass unbeleuchtete Betonmauern einen riesen großen Schreck einjagen können

- und dass man nicht auf Stege springen sollte, wenn man sie nicht vorher im Tageslicht nach Vogelmist abgesucht hat, der unglaubliche rutschig ist und vor allem zum Himmel stinkt…

Stegputzen zählt also zu den neuen Aufgaben der Segler der Herbsttour.

 

Nachdem wir die Nacht gut geschlafen hatten, konnten wir am nächsten Morgen dann alle ausgeruht nach Faaborg aufbrechen. Kurz nach dem Auslaufen nahm uns ein Regenschauer jegliche Sicht, aber auch der zog vorbei.

Nach einem schönen Anlieger auf den Svendborgsund, motort die NV unter Groß der Haspa und deren noch laufenden elektronischen Seekarten durch selbigen hinterher.

Ein paar Kursänderungen später mussten wir dann auch leider das Groß bergen und nur noch motoren, da der Wind genau von vorne kam.

Später sollte sich dann herausstellen, dass der Mensch auch manchmal ein bisschen Glück braucht, da die NV sicher mit gerefftem Groß und Genua in 50 Knoten Wind etwas übertakelt gewesen wäre. Nach diesem Windfeld, welches uns natürlich auch wieder ein bisschen Regen brachte, gab es dann noch gute 35-40 Knoten Wind und wir konnten mit der G5 nach Faaborg segeln. Die Haspa probierte das Trysail aus und bescherte uns damit einen wunderschönen Blick auf ein rotes Boot mit orangefarbenen Segeln!

Unzählige Regenbögen später, bei denen wir zwar stets das Ende gesehen haben, es aber leider nie erreichten, lagen wir dann sicher in Faaborg. Auch hier gab es wieder einen Geburtstag, in den es reinzufeiern galt.

Als wir morgens feststellen durften, dass alle die Nacht gut überstanden hatten, ging es zu einem frühen Start in den Tag auf unseren letzten Törn nach Flensburg, der uns noch einmal einen sonnigen aber uhrkalten Tag bescherte!

Im Hafen wurden die Boote geschrubbt und wir dürfen zusammenfassend über diese Woche sagen: Wind von 0-50 Knoten, Temperaturen von 7-22 Grad und Sonne genauso wie Regen.

Unsere jungen Segler haben jetzt alles einmal demonstriert bekommen und wir hoffen, dass alle Spaß hatten und uns nächstes Jahr bei der Herbsttour oder im Verein wieder begegnen!

 

Danke an die beiden Skipper für diesen gelungenen Törn.

 

Für alle, die das nächste Mal auf der NV in die Seekarten schauen: Werft doch mal einen Blick auf die Strecke vom Svendborgsund bis nach Faaborg - das könnte ganz interessant sein…

 

Eure Crew der Norddeutschen Vermögen Hamburg.

Max, Volker, Martin, Manuel, Amandus, Jasper, Nöl, Hendrick und Jule

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