„Störtebeker“ 1989 in Bergen. Sloop, LüA 15,88 m, Baujahr 1967 bei A&R für Hans-Otto Schümann

Ich habe sie alle geliebt, die Schiffe des HVS!

„Störtebeker“ in Fahrt Tromsö-Hamburg

Die Crew der Reise Tromsö-Hamburg 1989

Gerd Nodop hat uns eine ziemlich umfangreiche Liste von Lieblingsschiffen geschickt – aus über 40 Jahren in der Segelgruppe und im HVS!

 

„Wenn ich auf meine fast 40-jährige aktive Zeit zurückblicke, kommt eine beeindruckende Zahl von tollen Schiffen zusammen:

„Störtebeker“ (ex „Rubin III“ und Sky 51 ex „Moana“)

„Hamburg X“ (ex „Duva“)

„Laura“ (ex „Jan Pott“)

„Ortac“ (Contessa 43)

„NVH“ (ULDB 53 und Andrews 56)

„Haspa Hamburg“ (X-482 und JV)

Auf allen Schiffen habe ich Langstrecken, Regatten oder Kurztörns gesegelt. Insbesondere die beiden „Störtebekers“ (II und III) und „Haspas“ (Hamburg XII und XIII) haben für mich große Bedeutung, da ich mit allen vieren Transatlantik gesegelt bin, als Crew und auch als Skipper.

Meine Leidenschaft für das Hochseesegeln begann allerdings auf dem alten „Beker“. Unvergessen die Reise von Tromsö nach Hamburg 1989. Es ging unter widrigen Bedingungen mit sehr viel Wind gegenan,  entlang der norwegischen Küste. Das Holzschiff machte viel Wasser, hatte aber eine tiefe Bilge und eine leistungsfähig Handpumpe. Der SatNav brachte nur alle paar Stunden einen Fix, so dass der Einsatz des Handfunkpeilers, terrestrische Navigation und genaues Koppeln an der rauen Schärenküste uns in Atem hielten. Auf der „Störtebeker II“ (ex „Rubin“, Abeking & Rasmussen-Bau, formverleimt, Sparkman & Stephens-Konstruktion) war noch alles schwergängig und heavy – das Großfall wurde als Drahtseil auf einer entsprechenden Winsch (mit Ratsche und Bremse) aufgewickelt. Doppelte Vorstage und schwergängige Stagreiter machten Segelmanöver besonders in schwerem Wetter anstrengend und langwierig. Andererseits konnte man bei fast jedem Wetter vernünftig kochen und an der halbkardanisch aufgehängten Back essen, ohne dass gleich alles über Stag ging (von Freeze-dried-Produkten war noch nicht die Rede).

Besonders für die Segeleigenschaften bei harten Wetter gegenan waren diese alten Schiffe unübertroffen (wie auch die Panzerkreuzer „Hamburg X“, „Laura“ und „Haspa I“) – im Vergleich zu den „Meilenfressern“ aktuellerer Bauart, die ihrerseits jedoch ihre Qualitäten in 2-stelligen Knotenzahlen unter Beweis stellen. Auf dem letzten Transatlantik-Race 2017 mit der aktuellen „Haspa“ im Rahmen des AAR (Lanzarote - Grenada) konnte bei tagelangem Gennaker-Segeln und tollen Surfs öfters die 20-Knoten-Marke geknackt werden – eine Art zu „Reisen“, die mit einer hochmotivierten Crew viel Spaß macht.

Das „Besondere Schiff“ war jedoch für mich die erste „NVH“, da sie mich lange und mit tollen Segel-Highlights begleitet hat: Etappe Japan nach Hong Kong im Rahmen des „Hong Kong Challenge 1997“, „Sail 2000“ Boston, Karibik… Das Schiff erregte Aufsehen (alleine der lange Name auf der Bordwand war damals neu und außergewöhnlich, und brachte machen Funker beim Buchstabieren ins Schwimmen), war einzigartig, als ULDB-Konstruktion (für die Jüngeren unter uns: ultra light displacement boat) raumschots unfassbar schnell und läutete im HVS die Ära der modernen leichtgewichtigen Schiffe ein. Nur kreuzen mit der „NVH“ war Mist!

Gerd Nodop“

 

Danke Gerd, wir freuen uns schon auf den angekündigten Film über die „NVH“ Reise von Japan nach Hong Kong!

Mehr über die Teilnahme des HVS mit beiden Schiffen (hin und zurück) bei der Atlantic Anniversary Regatta zum 150-jährigen Jubiläum des NRV  lest und seht ihr hier in den Reiseberichten von 2018.

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Kommentare

Wibke Kreuzen mit einem Surfbrett ist halt Mist (25. April 2020, 21:04)

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