Es ist eine harte Überfahrt

"Na endlich" dachten wir alle, als wir um 19:00 Uhr Cuxhaven verließen und die Segel hissten. Gerefftes Delivery Main und Sturmfock sind hier die Devise. Mehr Sturmgefühl als es eigentlich ist, so groß ist die Auswahl an Tourentuch ja nicht.

Als nächstes wurde erstmal ausgecheckt was die Bordküche so hergibt. Die Karte reicht von Spaghetti Bolognese, über veganes Pilzrisotto zu grünem Thaicurry und das Stilecht aus der Tüte. Die Essenszubereitung überzeugt schonmal nur Wasserkochen und in 20 min hat jeder eine warme Mahlzeit in der Hand. Perfekt um die gesamte Energie ins Segeln zu stecken. Die Nacht ging dann spannend weiter unterhalb des VTGs zu kreuzen führte zu einigen Nachfragen per Funk. Das Konzept des Kreuzens hat auch nicht jeder so richtig verstanden. Im Laufe der Nacht nahm der Wind dann langsam ab und wir konnten auf das orangene Tuch endlich wegnehmen und eine normale Genua setzten. Da der Holländer ein Knick in seine Küste eingebaut hat ging es auch bald noch tiefer und der FRO, unser Fractional Code, ging hoch. So surften wir abwechselnd mit FRO und A5 mit bis zu 14kn an der Küste entlang.

Doch so lange sollte das Vergnügen nicht weilen. Der Kurs wurde immer vorlicher und kontinuierlich weniger Wind. So ist der dritte Tag von einem regen Wechsel aus Dieselfock und Delivery Gib geprägt. Genug Zeit für alle mal richtig auszuschlafen, Lieder umzudichten und Rätsel zu raten. Unser erster Kontakt mit dem französischen Festland wurde dann doch Dieppe anstatt Cherbourg und das nur um Diesel nachzutanken. Aktuell befinden wir uns wieder auf Kurs mit angenehmen 11kn TWS und nähern uns langsam aber sicher dem Ziel.

Liebe Grüße von Bord wünschen Arne, Rickmer, Cosima, Justus, Max, Josi, Tobi, Marvin, Moritz, Lasse und Katrina

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