Real Race 2011

Frei übersetzt war es wieder einmal eine reale, königliche Immobilienregatta: Herzlichen Glückwunsch an die Veranstalter und VIELEN DANK für die perfekte Organisation an Land und auf dem Wasser!

Ja, es war eine echte (reale) Regatta: Kräftiger Wind, Wasser von oben und unten, heiße Yachten - gesteuert von Top-Seglern und bedient von vielen Immobilienprofis. Die Real Estate Assessment Manager (früher "Hausverwalter") und die Real Estate Finance Manager (früher "Banker") bewährten sich ausgezeichnet an den Coffee Grindern und kurbelten um ihr Leben. Der königliche Homerun unserer "Haspa Hamburg" mit Spitzen von über 20 kn gaben der Regatta zu Recht das Prädikat "Real".

Dem Aufruf der Sponsoren folgend, fanden sich am Donnerstag Abend in Kiel-Strande gut gelaunt die Crews von 22 Yachten ein und wurden fröhlich vom Chefveranstalter Berthold Brinkmann und dem Wettfahrtleiter Uwe Wenzel empfangen. Gesegelt werden sollte nach Yardstick und gestartet im Känguru-Verfahren. Unsere Gesichter wurden lang und länger, als wir erfuhren, dass wir als angeblich schnellstes Schiff gut 1,5 Stunden nach dem Erststarter und 15 Minuten nach unserem Erzrivalen Desna (Sven Wackerhagen) über die Linie gehen durften. Alles aufgeteilt in zwei Gruppen, in die Langsameren und in die Schnellen - na, denn mal Prost und ab in die Koje.

Am nächsten Morgen unangenehmer Nieselregen, kühl und ungemütlich, gingen wir an den Start. Wir, das waren Harm Müller-Spreer als Steuermann, Matti Paschen, Florian Schandelmair, Eric Strömberg, Torsten Hilbert, Sören Hössermann, Claudia Langenhan, Hendrik Pieper, Dieter Gast, Marcus Huckfeldt-Weber, Steffen Wilcke, Thomas Pscherer und ich selbst als HVS-Skipper. Unser Steuermann machte gleich im ersten Start lautstark klar, dass wir hier nicht auf einem Mädchengeburtstag sind, sondern auf dem Real Race. D.h. es wird reale Arbeit erwartet! Und so ging es dann los: Weit und breit keine Konkurrenz, ganz weit am Horizont ein paar Segler auf unserem Kurs: Shit may happen .....

Der Wind briste auf 27 Knoten auf, zur Idealrichtung fehlten ihm gut 10°, also blieb der Gennaker zunächst unten. Mit leichtem Schrick und kräftigem Grinden ging es in Siebenmeilenschritten mit bis zu 16-18 kn ´gen Norden. Kurz vor Falshöft wurde der erste Gegner "geknackt" und dies ging fast im Minutentakt so weiter. Es war schon "königlich" wie die "Haspa Hamburg" wie auf Schienen an der Konkurrenz vorbei schoss. Letzte Bahnmarke und hoch geht der Gennaker; ein Ruck geht durch’s Schiff, der Speedo springt nochmals höher (bis 20,3 kn) und auch unsere ärgste Konkurrenz wird achtern aus gelassen. Mit Rauschefahrt geht’s als erste Yacht durchs Ziel - so denken wir!

Dann unsere große Enttäuschung: Eine Halberg Rassy 46, die "Majuti" (Hans-Jürgen Schauenburg), war bereits eine Viertelstunde eher im Ziel, aber wie das? Die Antwort fanden wir nicht heraus und überließen das Orakel bei einem großzügigen Buffet den Yardstickerfindern. Zurück zur Realität: Wir wurden Erster in der ersten Gruppe und amüsierten uns königlich mit vielen netten Immobiliencrews. Herzlichen Glückwunsch an den "Winner over All", der "Majuti" und vielen Dank Berthold und Uwe und all’ Euren Helfern.

Henning Rocholl

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