Round Britain - Tag 10: Endspurt auf der Zielkreuz

Die letzte Nacht auf See verging glücklicherweise mit einem schnellen Ritt: Ab der Landspitze "Bill of Portland" ging es dank mitlaufendem Strom mit rund 9kn über Grund Richtung Ziel. Dieser kippte uns dann um ca. 4:30 UTC wieder auf die Nase, so dass wir auf Steuerbord Bug schließlich nur noch mit 5kn voran kamen.
Nach rund 1900 Seemeilen erreichten wir schließlich gestern in den frühen Morgenstunden die Isle of Wight. Um wirklich "ganz Großbritanninen" zu erobern, mussten wir diese zum Abschluss noch südlich umrunden. Aufgrund des Gegenstroms fiel die taktische Entscheidung auf Backbord Bug direkt unter Land zu segeln und im flachen Gewässer der starken Strömung zu entgehen. Die auf der Cowes Week gesammelten Erfahrungen mit den Gezeiten im Solent waren uns dabei von Hilfe, sodass wir die vorhanden Neerströme nutzen konnten. Die letzten 30 Meilen wurden daraufhin im "Inshore-Modus" gesegelt, d.h. alle Mann an Deck und full-hike. Dennoch währten 30 Meilen lang und mit jeder weiteren ersegelten Meile stieg die Erwartung auf ein schnelles Finish. Im Solent angekommen bescherte uns ein schöner Spigang einen sonnigen Zieldurchlauf in kurzer Crew-Kleidung.
Der Zieldurchlauf nach 9 Tagen, 22 Stunden und 26 Minuten erfolgte unspektakulär mit einem Tröten auf Kanal 72 - wir hatten da eigentlich mehr erwartert.
Auf dem Steg in Cowes empfing uns der RORC mit Schampus zum Fototermin, der Crew der Ambersail verdanken wir das erste kühle Bier! Danke dafür. Jetzt heißt es erstmal feiern.

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