Rio, 5.- 6.8.: Mögen die Spiele beginnen –Regatta ABRAVELA

Die feierliche Eröffnung der Olympischen Sommerspiele in Rio haben wir beim Public Viewing auf dem „Olympic Boulevard“ am „Praca XV“ miterleben dürfen. Eine muntere Stimmung unter den zumeist einheimischen Zuschauern, und interessante Begeisterungs- bzw. Unmutsbezeugungen bei Auftritten diverser Protagonisten. Beim Einmarsch der Athleten frenetischer Applaus bei fast allen Teilnehmern des Mercosur, Höhepunkt natürlich der Auftritt der Brasilianischen Mannschaft. Laute Buh Rufe beim wohl protokollarisch unvermeidlichen (kurzen) Auftritt des Interims Präsidenten, der nach der zwangsweisen Amtsenthebung der linken Präsidentin Dilma Roussef kommissarisch die Amtsgeschäfte für seine Partei übernommen hat. Mit der Partei, der die Brasilianer einstmals ihr Vertrauen geschenkt haben, sind sie wohl durch.

Ansonsten eine fröhliche und friedliche Stimmung auf dem Platz. Sehr viele einheimische fliegende Händler bieten den Gästen getränke und Snacks an. Auch wir bestellen natürlich Caipi, und bekommen für unsere 30 Reals einen „Endgegner“ Drink: so ca. ½ Liter mit sehr großzügigem Cachasa Anteil. Da reicht einer für den ganzen Abend!

Der war für uns leider schon um kurz vor 24:00 Uhr zu Ende, da wir die letzte Fähre in unser heimatliches Niteroi noch erreichen wollten. Das Entzünden der Olympischen Flamme haben wir dann leider verpasst. War aber nicht schlimm, da dieser Akt am nächsten Tage mehrfach auf allen Bildschirmen in Bars und Einkaufsläden zu sehen war. Überhaupt sind die Brasilianer super Stolz, als erstes Land in Südamerika die Olympischen Spiele ausrichten zu dürfen. Nach Auskunft unserer einheimischen Freunde berichten 16 (!) Fernsehkanäle rund um die Uhr über Olympia.

Am nächsten Tage stand dann die Teilnahme an der von ABRAVELA organisierten Regatta vor Rio für uns auf dem Programm. Startschuß war um 13:00 Uhr vor der traumhaften Kulisse des Copacabana. 11 Schiffe waren am Start der vielversprechend als Downwind Start unter Gennacker begann. Dann schlief aber der Wind ein, und wir mussten uns z.T. mit weniger als 3 kts. Am wind zufrieden geben – Bedingungen, die unserer „HASPA Hamburg“ gar nicht gefallen. So konnten wir auch unseren ersten Platz nicht verteidigen, sondern mussten uns mit dem 2. Rang nach gesegelter Zeit geschlagen geben. Der letzte Downwind Schlag war leider nicht lang genug, umdie Stärken unsres Schiffes mit A1 voll zur Geltung zu bringen. Macht nix, getreu dem Olympischen Motto „Dabei sein ist Alles“ liefen wir nach einem sonnigen Tag auf See gegen 17:30 wieder in die Guanabara Bucht ein. Trotzdem dies eine halbe Stunde vor offizieller Freigabe für den Verkehr war, hat uns die Marine nicht behelligt, und wir haben uns quasi im „Windschatten“ hinter dem einheimischen Führungsschiff der Marineschule wieder in die Bucht von Rio geschlichen.

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