Party in Parati

Die Nacht verbrachten wir in einer wunderbar geschützten Bucht um die Hafenstadt Parati. Allerdings stellen wir wieder einmal fest, dass 3,5m Tiefgang in Brasilien leider zu tief ist. Also tasten wir uns Stück für Stück an einen sicheren Ankerplatz. Und obwohl wir langsam knapp bei Trinkwasser und Strom sind genießen wir unsere kleine Privatparty im Cockpit unter (wer hätt's gedacht..) einem sternenklaren Nachthimmel. Die Kombüse versorgt uns heute mit einem riesigen Topf Labskaus nach Skippers Art.

Tags drauf wird die Crew in zwei Kohorten gespalten: Reisegruppe Störtebeker macht die Vorhut an Land und erkundet die niedliche kleine Stadt, während der zweite Teil die Haspa Hamburg tätschelt und behütet. Sie hat sich ein bisschen Liebe verdient in Anbetracht von Katrins Rasselbande. Blöderweise brieste es genau in dem Moment bis zu 30 Knoten auf, als wir Land- und Seemannschaft tauschen wollten. Ein kleines Abenteuer für unser kleines Dinghi, der Elektromotor versagt nämlich auf halber Strecke. Wir ließen trotzdem nicht locker und zwei Stunden später war der Tausch auf vielen unterschiedlichen Wegen perfekt.

Wie der Zufall es so will stellte sich nach Kurzem heraus, dass heute die olympische Fackel durch Parati getragen werden würde und die zweite Kohorte pünktlich landete. Nachdem wir dieses Spektakel schon in Ilhabela verpassten, bestand kein Zweifel, dass wir uns das Ganze angucken. Ganz anders als allen Erwartungen zum Trotz mussten wir auch wirklich nicht lange warten. Der Zug wurde von einem relativ großen Polizeiaufgebot und einer nicht unbeträchtlichen Demonstration gegen Olympia in Rio begleitet. Ein kleiner Eindruck von dem, was hier von der Ausrichtung der Olympischen Spielen in Brasilien gehalten wird.

 

Lieben Gruß von an Bord

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