Itajai - Muito Obrigado

Ein lachendes und ein weinendes Auge

Nach nur vier Tagen haben wir Itajai und die verschiedenen Bekannten und teilweise inzwischen Freunde von Max und der Haspa Hamburg in unser Herz geschlossen. Die uneingeschränkte Hilfsbereitschaft und Unterstützung, die wir vor Ort erfahren durften, war einfach unbeschreiblich und erschwerte uns die Abreise. Wie mag es da nur unserem Bootsmann Max gehen, der ganze zwei Monate dort gelebt und Freundschaften geschlossen hat.

Beeindruckt waren wir bereits nach dem wir die Haspa Hamburg am Samstag mit dem Travellift aus dem Wasser holen ließen, um das U-Schiff vor der langen Rückreise einmal kritisch in Augenschein zu nehmen.

Erst waren es zu lange Gurte, die es nicht ermöglichten, dass die Haspa Hamburg mit ihrem Kiel über die Schwelle passte, also ein zweiter Versuch. Es kamen die kürzeren Gurte zum Einsatz und in cm-Arbeit wurde die Haspa Hamburg an Land rangiert, damit wir reinigen und begutachten konnten. Mit einem geliehenen Kärcher ging es ans Werk. Ein Verlängerungskabel wurde uns gebracht und dann auch noch eine Leiter, die Nils und Max die Arbeit am U-Schiff deutlich erleichterte. Pünktlich mit dem Sonnenuntergang ging es für die Haspa Hamburg wieder ins Wasser und ehe wir uns versahen, zog Roberto uns mit seinem kleinen Schlauboot auch schon gen Liegeplatz, damit wir es noch mit dem letzten Tageslicht und vor dem Niedrigwasser an unsere Mooring schafften.

Sonntag ging es dann für uns endlich einmal aufs Wasser. Als Dankeschön haben wir Roberto eingeladen, der Max in seiner Zeit in Itajai auf vielfältige Weise unterstützt hat. So half er bei Problemen sämtlicher Natur, wie etwa unserem Gashebel, bei Übersetzung jeglicher Art und Weise, da er als Brasilianer auch ein perfektes Englisch sprach und hatte stets ein offenes Ohr und war uns ein treuer Begleiter und Ansprechpartner. Uns bleibt er in sehr guter Erinnerung. Am Dienstag hat er, obwohl er wegen einer Messevorbereitung reichlich zu tun hatte, kurzentschlossen unsere Einkäufe mit dem Golfwagen zum Schiff gefahren.

Am Montag ging es dann in ähnlicher Manier weiter, nicht nur, dass inzwischen verschiedene Mitarbeiter des Hafens bei der Lösung unseres Gasproblems involviert waren. Getoppt wurde es am Montag als sich Roberto entschuldigte, dass er nicht selber mit Max losfahren könne, da er arbeiten müsse. Es fuhr dann einer seiner Mitarbeiter mit Max zu der Firma, die uns einen Adapter zum Befüllen unserer Gasflaschen herstellen sollte. Eine spannende Angelegenheit, da Max nun nur mit Brasilanern diskutierte von denen niemand Englisch sprach oder verstand.

Maucires von Hamburg Süd besaß eine Engelsgeduld mit uns und übernahm die gesamte Immigration. Nach verschiedenen Telefonaten und Besuchen bei uns an Bord, kam er am Dienstagabend gegen 2100 Uhr, um die notwendigen Stempel und Unterschriften abzuholen.

In Leonardo Silva, dem Ansprechpartner für Hamburg Süd in Südbrasilien, hat Max einen neuen Freund in Itajai gefunden, der insbesondere in verschiedenen bürokratischen Formalitäten eine große Hilfe war.

Viele Grüße von Bord wünschen euch

Skipper und Crew

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