Die Regatta-Crew „Cape2Rio 2020“

Alle an Deck und startklar (von links nach rechts)

Sebastian Ropohl (54)
Johannes Fackler (31)
Till Lorenz (25)
Bijan Hatam (27)
David Manherz (29)
Jan Groenewold (32)
Lennart Eberlein (29)
Thore Petersen (24), Wachführer
Anika Sprakel (23)
Marvin Schlesiger (26), Navigator
Arne Wittemer (26), Wachführer
Torben Mühlbach (33), Skipper

 

Klein ist die Welt

Im Frühjahr 2019 landete ein Brief auf dem Schreibtisch der Redaktion unserer HVS-News: Kay Nienstedt schrieb uns von seinem Besuch in Kapstadt. Und wir haben seine Geschichte darüber, wie bei Reisen Kontakte entstehen und aus Begegnungen Freundschaften werden, im Magazin Ausgabe Nr. 116 veröffentlicht. Die Verbindung zum Royal Cape Yacht Club hat daraufhin eine neue Tradition: die Crew der „Hamburg XIV“ ist dem schönen Vorschlag am Ende des Briefes gefolgt und hat RCYC-Commodore Luke Scott ein gerahmtes Bild der „Haspa Hamburg“ für seine Bar mitgebracht.

„Liebes Redaktionsteam,
gerade 5 Tage aus Kapstadt zurück, und die phantastische Matinee erlebt, eine kurze Geschichte vom Royal Cape Yacht Club: Wir, meine Frau und ich, waren nach vielen Jahren wieder im Süden Afrikas unterwegs, und der Abschluss in Kapstadt musste natürlich auch einen Besuch im Royal Cape Yacht Club RCYC enthalten. Besondere Gründe waren, dass ich vor 40 Jahren als Skipper mit der Störtebeker von Hamburg über St. Malo nach Kapstadt gesegelt bin, 1993 dann mit Felix Scheder-Bieschin Cape to Rio. Also sind wir dort hin, und wie auch damals von dem nächsten Clubmitglied, das ich ansprach, auf einen Drink eingeladen worden.

Das Clubhaus ist seit damals umgebaut. Eine Bar gibt es natürlich wieder, das „men only“-Schild fehlt jetzt aber. Und in der Bar hängt wie damals ein Foto der Hamburg VII, mit der Günter Reher 1971 das erste Cape to Rio Race unter dem Stander des NRV/HVS gesegelt ist. Wenn ich mich recht entsinne, haben wir auch 1993 dem RCYC ein Foto der damaligen Störtebeker gegeben, es war aber nicht im Vorwege gerahmt, und ist dann wohl untergegangen. Nun denn, das Bild oben zeigt mich mit Martin Winter, der uns zum Drink eingeladen hat, und dem Foto der Hamburg VII, das hinter uns an der Wand hängt (ich habe es für das Foto einfach von der Wand genommen). Und Martin Winter, der selbst aktiv viele Regatten dort segelt, sprach von einem Deutschen mit dem Namen Felix Scheder, mit dem er mal gesegelt sei und der ihn zum Fastnet eingeladen habe. Nun, ich erzählte ihm vom Cape to Rio 1993 mit Felix Scheder als Skipper, und dass der schon fast 90 sei und weiter aktiv den Verein sponsore (s. Matinee-Konzert). Aber da sagte Martin, das könne nicht sein, der Felix, mit dem er gesegelt sei, der sei jünger. Also muss es Felix junior gewesen sein, der seit Jahrzehnten in Südafrika lebt. So klein ist die Welt, und wenn Felix jun. dies liest, einen ganz herzlichen Gruß an Dich.
Cape to Rio wirft seine Schatten voraus, Martin Winter wusste auch von der Meldung einer Yacht aus Hamburg. Vielleicht schaut er ja auf der Hamburg vorbei. Ich würde empfehlen, ein gerahmtes Bild von der Haspa Hamburg mitzunehmen. Und vielleicht lässt sich ja ein Platz an den Wänden der Bar finden, am besten neben dem der Hamburg VII.
Euch allen Mast- und Schotbruch für die Saison
Kay Nienstedt“

 

Cape2Rio: Damals und Heute

Bereits bei der ersten Auflage vor 49 Jahren war ein Schiff des HVS am Start. Die 16 ½ Meter lange Yawl „Hamburg VII“ unter Skipper Günther Reher und einer Besatzung von insgesamt elf HVS-Recken ging zusammen mit drei weiteren deutschen Yachten im Feld von 59 Booten an den Start. Die Line Honours gingen nach 23 Tagen an eine 22 Meter lange Ketsch. Sieger nach Handicap wurde eine 13-Meter-Slup in 26 Tagen gesegelter Zeit. Die Mehrzahl der Yachten im Rennen maßen zwischen 10 und 12 Metern Länge und wurde von reinrassigen Amateuren geskippert. Auch in den Jahren 1993 („Störtebeker III“, Skipper Felix Scheder-Bieschin Senior) und 2000 („Norddeutsche Vermögen Hamburg I“, Skipper Arnt Bruhns) haben Yachten des HVS an diesem Rennen teilgenommen.