Warum sind wir nach Norden gesegelt?

Sicherlich haben sich einige beim Verfolgen unserer Reise auf dem Tracker gewundert, warum wir uns als nördlichstes aller Schiffe aus unserem Start positioniert haben. Dazu, und was das mit Napoleon zu tun hat wollen wir euch hier auf dem Laufenden halten.

Wenn in den deutschen Medien wieder die Frage aufkommt, wann endlich wieder Sommer ist, ist das meistens mit der Frage nach dem Azorenhoch verbunden. Nun sind wir hier auf der Südhalbkugel und das südatlantische Hoch muss nach einer anderen Insel benannt werden. Glücklicherweise bietet sich hier die britische Exklave "St. Helena" als Namensgeber für das Hoch an.

Südlich des "St Helena Hochs" weht der Wind vorwiegend aus Westen, nördlich befinden sich die Passatwinde, die hier aus der Südhalbkugel aus Südosten wehen. Und dazwischen? Flaute.

Unsere Strategie ist, entlang der afrikanischen Küste nach Norden zu segeln, bis wir einen sicheren Korridor finden, in dem wir nördlich der Schwachwindzone mit achterlichem Wind nach Westen segeln können. Bislang klappt das auch sehr gut, seit 2 Tagen sind wir mit hohen True Wind Angles und Wind zwischen 13 und 25kt nach Westen unterwegs.

Gleichzeitig beobachten wir genau die anderen Schiffe in unserem Start und hoffen (ohne Schadenfreude), dass unsere Wettermodelle aufgehen und den Gegnern südlich von uns der Wind ausgeht, während wir weiter Strecke nach Westen machen. Die nächsten Tage bleiben spannend!

Und um die Eingangsfrage zu beantworten, was das ganze mit Napoleon zu tun hat: Dieser Herr hatte die Freude, St. Helena als finales Exil-Domizil zugewiesen zu bekommen.

Viele Grüße aus dem SE-Passat,

eure Cape2Rio Crew von der Haspa

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Kommentare

Dirk Heimeshoff (Fahrer) Ahoi Crew der Haspa Hamburg. Toll, daß ihr das Hoch so schön nutzen könnt. Dabei dreht alles verkehrt herum im Süden. Weiter so und schaut euch die Anderen über das Heck an :-). (16. January 2020, 21:01)