Die ersten Squalls, und ein Tief voraus…

Noch immer ist unser direkter Gegner in Sichtweite voraus, als die Sonne an einem stahlblauen noch wolkenfreien Himmel aufgeht. Doch bald schon ist dieser wieder mit unzähligen Reihen kleiner Passatwolken überzogen. Das Wasser tiefblau, eine moderaten Welle von Luv, TWA 110 und den ganzen Tag Full Main, sowie double-blade mit JibTop und Staysail auf dem Bug, schieben wir mit 10-20° Heel durch‘s Wasser. Herrliches Segeln, aber grade eben nicht genug Wind, um der Class 40 die entscheidenden Meilen abzunehmen. Und auch die Gegner hinter uns sind noch gar nicht so weit weg. Also, nicht nur genießen, sondern weiter kämpfen. Allerdings sind die Bedingungen so konstant, daß keinerlei Segelwechsel anstehen. Nur konzentriertes Trimmen und Steuern. Gegen Mittag erreicht uns dann allerdings der erste richtige Squall, der JibTop wird kurz eingerollt, die Crew genießt die ersten Regentropfen.

Beim Versuch ein Foto des Naturschauspiels mit dem Handy aufzunehmen, erkennt dieses den eigenen Fingerabdruck nicht mehr: das viele Trimmen und Steuern hat die Haut sehr abgerieben; wir hoffen das es bei den Kontrollen vor dem Rückflug keine Probleme mit den Fingerabdrücken gibt ...

Zum Nachmittag hin bereiten wir das Schiff schon einmal auf das Tiefdruckgebiet vor, welches seit Tagen in den Wettergribs vorhergesagt wird.

Die Batterien sind voll geladen, der Trinkwassertank ist gefüllt, Schwerwettersegel werden nach oben gestaut. Zudem läuft grade ein ausführlicher Riggcheck.

Zum Abend hin verdichtet sich jetzt die Wolkendecke, es wird, da zudem Neumond, wohl eine pechschwarze Nacht werden!

 

Herzliche Grüße, Eure C2R Crew

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