Sonntag, 07. September 2008

Madeira - Kiel

Puh - das war mal wieder eine anregende Reise: Schon die Planung ließ erahnen, dass hier einiges an Wetter zu erwarten war ... Von Madeira bis zum Englischen Kanal sind Mitte August, Anfang Sepember beste Nordwindlagen zu erwarten. Das Azorenhoch steht stramm über den Azoren, so hatte ich mir das vorgestellt, - und wir sollten zwei Wochen lang dagegen ankreuzen. Und dann ab in den Englischen Kanal und -hui - mit einem Tiefdruckwirbel nach Kiel sausen. Aber der Reihe nach. Schon die Planung war sehr ambitioniert: Georg sollte die Regatta nach Madeira am 11. August in Cowes starten und wir sollten das Schiff am 18. August in Funchal übernehmen. Pustekuchen: Wir - Hetti, Annie, Lukas, Jérôme, Martin, Max, Peter, Jasmin und ich - standen um 23 Uhr in Funchal an der Pier und mussten den Begrüßungstrunk alleine trinken, denn die Regattaleitung hatte (ohne uns zu informieren) eine neue Marina am Nordost-Ende der Insel als Ziel- und Liegehafen bestimmt. Ein Hoch auf das Handy!

Der 19. verging nun mit Einkauf, Schiffübergabe und Gesprächen. Der Morgen des 20. diente der Einweisung in das Schiff und seine Sicherheitseinrichtungen. Und dann ging es um 10 Uhr los; Wind Bft 3 bis 4 aus 40 Grad - naja, vorschriftsmäßig. Jedoch ging es Jasmin wieder schlechter. Dies führte zu der Entscheidung, nach 70 Seemeilen umzukehren und ihr die Heimreise per Flieger zu ermöglichen (zuhause wurde eine Fischvergiftung erkannt). Und so empfing uns Georg, ,... [weiter...]

 

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Samstag, 06. September 2008

Bericht 6

NVH Standort ab 06.10.2008 15.00 Uhr: BKYC in Kiel

Hallo, wir sind wieder zurück. Zurück in Deutschland und zurück in die Berichtreihe.

Turbulenzen und heftige Wettereinwirkungen haben das Schreiben von Berichten in den vergangen Tagen völlig verdrängt. Aber der Reihe nach:
Bericht 4 endete mit der Fahrt unter Motor aus der anhaltenden Flaute heraus in Richtung Osten nach Brest. Wir konnten dort am 30. Aug. festmachen. Jérôme, Annie und Lucas verließen uns und fuhren über Paris nachhause. Wir einsame Restcrew kauften einige Baguettes und mehrere Rollen Wischtücher (wir wissen jetzt zu kalkulieren = 1 Rolle Pro Tag) kauften 124 l Diesel und machten uns auf den Weg nach Cowes. Die Route führte über die Untiefen der Pierres Noir nach Norden aus der Bucht von Brest heraus. Die anschließende Nacht an der Nordküste der Bretagne (Finistere) war tief bewölkt und hell erleuchtet von kontinuierlichen Blitzen in allen Etagen des Himmels. Dabei freundlicher Wind mit 10 kn aus Ost - bis plötzlich der Wind völlig still wurde und Max den Motor startete; dann: aus nicht heiterem Himmel drehte der Wind auf NW mit 17 kn, was für unsere Leichtwetterbesegelung ein heftiges Tohuwabohu einleitete. Noch beim Trimmen der Segel (Genua 3 runter, Reff 2 eingelegt, Genua 4 hoch) beobachtete der Rudergänger ein Blitzen auf dem Wasser. Durchzählen der Crew - alles i.O. Aber die EPIRB war aus ihrem Behälter gesprungen, wohl weil... [weiter...]

 

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Samstag, 30. August 2008

Bericht 5

Standort; etwas nördlich von Ile d'Ouessant, in Englisch Ushant, an der Westspitze der Bretagne.

Es ist Sonnabend, der 30. Aug. 2008. Wind 8 kn aus 358°. Kurs 004 über Grund, kein Druck im Segel, Motor schiebt. Der Wind stand die letzten beiden Tage mit 4 bis 9 kn direkt auf den Kopf, so gingen wir unter Motor Richtung französicher Küste. Wir haben heutemorgen um 06.30 Uhr Bordzeit in Brest angelegt, um Annie, Lucas und Jérôme an Land zu setzen, weil wir nicht in der geplanten Zeit Cowes erreichen konnten und die Schule ruft. Sie nehmen den Zug nach Paris, wo Annies Mutter mit dem Auto wartet. Unser Ziel ist Cowes, wo Thorsten, unser nächster Mitsegler, wartet.
In Brest haben wir Diesel und Wasser ergänzt und Bagettes und Papierwischtücher / Küchenkrepp / Dickunddurstig / Wischundweg/ oder wie das sonst heißen mag gekauft. Um 10 Uhr waren wir bei herrlichem Sonnenschein wieder unterwegs. Bis Cowes sind es so 190 sm, die kriegen wir heute nicht mehr gebacken, dazu reicht der Wind mit 10 kn aus 20° nicht aus - und jetzt kommt gerade diesige Sicht und Regen.

Herzliche Grüße vom hektischen Segeln Hetti, Peter, Martin, Max, Hartwig

 

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Mittwoch, 27. August 2008

Bericht 4

NVH Standort am Mittag des Mittwochs, den 27. August: 47° 04,1' Nord und 12° 03,7 West.

Die im Bericht 3 erwähnte Schwachwindzone hat sich zu einem massiven Hoch in der nördlichen Biscay und dem wesstlichen Eingang zum Englischen Kanal ausgebildet. Kein Wind oder nur 2 kn aus allen Richtungen. Vorhersagen: stationär; was heißen soll, dass es in den nächsten Tagen keine
Erleichterung gibt. Die Seefahrt kann jederzeit die in den Büchern beschriebenen Zustände liefern, hier am Beispiel Flaute. Nichts rührt sich um ihn her heißt es bei den Kranichene des Ibikus. So auch hier.

Seit 10 Uhr fahren wir unter Motor und stellen fest, das bei 5 kn Fahrt in 10 Std. etwa 20 l Diesel verbraucht werden. Wir hatten davon noch 60 l im
Tank und 50 l in Kanistern. Eigentlich wollten wir nur aus dem Flautenloch hinaus fahren, aber dieses bildete sich auf surrealistische Art und Weise
immer weiter in Richtung unseres Kurses aus. Wir halten also seit 10 Uhr auf Brest zu (noch 330 sm), um zu tanken und 3 Mitseglern die Heimreise zu ermöglichen, die sie eigentlch am 30. Aug. in Cowes antreten wollten - noch unendliche 85 sm weiter als Brest.
Bis Brest können wir 20 Stunden mit 5 kn motoren, dann muss Reserver gehalten werden für das Laden der Bordbatterien und die 50 sm Einfahrt in
die Bucht und den Hafen von Brest. Also weitere ca. 180 sm, die unter Schwachwind-Bedingungen ersegelt werden müssen.[weiter...]

 

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Sonntag, 24. August 2008

Bericht 3

 

Standort 12.00 Uhr UTC 45°22,3' N; 15°52,5'W. Die bisherige Rauschefahrt mit bis zu 203 sm Etmal findet gerade in einer Schwachwindzone ihr Ende. Jetzt Speed vorwiegend 5 bis 6 kn.

Heute meldet sich Wache 2: Wache zwei besteht aus Hetti als Wachführerin, Lucas, Martin und bis heute auch Annie. Doch leider muss Annie heute die Wache wechseln da die, durch Jasmins fehlen dringend Unterstützung braucht. Die Nacht auf den 4ten war sehr sehr kalt, wir hatten die Wache von 24-4 Uhr und Max weckte uns mit den Worten, "neuer Wachen Rekord" wir führen nämlich seit Anfang der Reise ein kleinen Kampf um den schnellsten Ritt. Max hatte die 10.03 kn geschafft. Doch Annie düste mit 10.08 und Martin als Rekordhalter mit 10.09 kn. Doch eigentlich finde ich ja ich hab die Führung, weil ich später in der Wache die 10.08 noch mit dem 2ten Reff stehen hatte ;-) Am nächsten Morgen bzw Tag meinte Schromm einen Wal nur einen Meter neben dem Boot gesehen zu haben, ansonsten war es ein eher bedeckter Tag.
Letzte Nacht haben wir zu Beginn der 20 h wache gerefft, leider völlig umsonst, der Wind schlief über Nacht fast komplett ein. Heute morgen zog die andere Wache Gennagga und Sonnenschein. Ansonsten waren Heute zu besuch Orkas, Delphine, kleine rote Quallen, Wildschweine und Schildkröten. Da wir kein Wind dafür um so mehr Sonne hatten gönnten wir uns endlich mal ne Haarwäsche und ein kleines Bier.
Um es... [weiter...]

 

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Samstag, 23. August 2008

Bericht 2

Die Reise entwickelt sich bisher (nun den 3. Tag unterwegs) recht erfreulich. Wir hatten konstanten Wind aus NE mit Stärke 3 bis 5, so dass
wir einen Kurs von 340° laufen konnten (etwas links vom Norden).

Der bringt uns zwar zunächst etwas weiter in den Atlantik, schafft uns aber den nötigen Vorhalt für die angesagten westlichen Winde. Wir schaffen bisher so um die 190 sm pro Tag und hoffen natürlich, dass wir am 31 in Cowes oder am 30. in Cherbourg sein werden. An Bord sind alle gesund, das Essen schmeckt, die Manöver (Vorsegelwechsel, Reffen rauf und runter) werden flüssig.
Das Brotbacken musste eingestellt werden, da der Ofen völlig verrußt ist; die Flammen blaken, das stimmt etwas mti der Gemischbildung nicht.
An Deck ist es jetzt bei Seewasser von 22° am Tage angenehm, nachts erstaunlich kühl und unter Deck weiterhin 26° C - die Sonneneinstahlung ist
hier trotz bedeckten Himmels eben noch sehr stark.

Es grüßen Max, Hetti, Martin, Annie, Lukas, Jérôme, Peter und Hartwig

 

 

 

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Mittwoch, 20. August 2008

Bericht 1

Der Reiseplan der Segelgruppe hatte die Reise auf 18. Aug. bis 7. Sept. festgelegt. Besatzung: Jérôme, Lucas, Hetti, Peter, Annie, Max, Jasmin, Martin und Hartwig.

Georg kam tatsächlich am 18. abends nach einer anspruchsvollen Regatta von Cowes her in Madeira an. Jedoch nicht in Funchal, wo wir mit Eis, Gin und Tonic an der Pier standen, sondern in einer Marina Quinta do Lordo innerhalb einer Riesenbaustelle für Appartmenthäuser. So feierten wir die Ankunft alleine.
Die 35 km zur Marina überbrückten wir am 19. mit unseren 2 Mietwagen, die wir am Vortag für eine Inselrundfahrt genutzt hatten.
Es bedurfte zweier Fahrten, um die Nahrunsmittel und die Crew an Bord zu bringen. Georgs Crew hatte da Schiff schon vor der Ankunft intensiv
gereinigt, so dass wir die NV zügig übernehmen konnten.
Am 20. erfolgten zeitig Einweisung der Crew und Durchsprache der Sicherheitsmittel. Und gegen 10 Uhr verließen wir die gastliche Stätte.
Etwa 50 Seemmeilen nördlich von Madeira drehten wir um und fuhren zurück zur Marina. Jasmin wurde so heftig von Kopfschmerzen, Bauchschmerzen und Gliederschmerzen erfasst, dass wir den Endschluss gefasst hatten, dass es besser ist, wenn sie per Flieger heim reist. Wir kamen um Mitternacht in der Marina an, wo schon Georg und Marc warteten, die wir per Iridium aktiviert hatten und die erst am Morgen zum Flieger mussten. Gegen ein Uhr machten wir wieder die Leinen los und starteten zum... [weiter...]

 

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