Mittwoch, 14. August 2013

Fastnet mit der Norddeutschen Vermögen Hamburg - Bericht 4

VTG Verkehrstrennungsgebiet

4951N / 0638W
SOG 10-13 / COG 100
S4 / Groß
TWD245 17-19kn

Und ist das Wetter noch so schön, beim Fastnet gibts immer wieder Momente, da möchte man gern in etwas reinbeißen...zB ein Steuerrad o.ä.
Nachdem sich gestern unser Windreher doch noch durchgesetzt hatte, sind wir
mit einem Anlieger wenige Meilen nahe des VTGs unterhalb des Fastnet Rocks
gekommmen.
Achja, Stichwort VTGs: Der halbe Seeraum zwischen Lands End und Südirland
besteht aus VTGs. Um die Scillies herum sind es drei, vor dem Fastnet
noch´mal eins. Nach der Auschreibung dürfen alle nicht befahren werden. Das ist sehr nett, denn die Gebiete sind so geschachtelt, dass sie immer im Weg liegen. Auf dem Hinweg mussten wir schon abfallen, um an einem vorbeizukommen. Vor dem Fastnet Rock gestern hatten wir das Vergnügen unter Gennaker mit mehreren Halsen um den äußersten Zipfel zu kommen.
Großschifffahrt haben wir nirgends welche gesehen. So meidet man also große
Gebiete im Nichts für Niemanden.genug gemeckert und zurück zum Thema.
Nach tagelangem Kreuzen kamen wir also um 1733 am Fastnet Felsen an. Und der Wind? Ja der Wind drehte natürlich auf Südost, damit man hoch am Wind zum Bishops Rock zurück muss. Zwar drehte der Wind später wieder zurück auf SW, dennoch sind das die Momente in denen es schwierig ist die Motivation
hochzuhalten. Dazu kam dann die ganze Nacht der Dauerregen...
Heute dafür: strahlender... [weiter...]

 
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Mittwoch, 14. August 2013

Round the Rock

Wir sind um den Fastnet Rock rum und machen uns auf den Rückweg

Hi von der Haspa,




endlich konnten wir das erste Mal einen Gennaker setzen! Mit Kurs aufs
nächste nicht zu querende VTG drehte der Wind immer weiter achteraus und wir erreichten einen Winkel von 120° und mehr, perfekt für den A3. Das
Mänövertraining zahlte sich aus, das Segel ging problemlos hoch und sorgte
bei 12-15 Knt Wind für mehr Speed. Beim Bergen der Medium lenkten uns einige Delfine ab, die im glasklaren Wasser unserer Bugwelle herumtollten. Es ist schon das zweite mal, dass sie uns heute begleiten. An der Ecke des VTG´s
angekommen, hatte der Wind noch weiter gedreht, sodass wir nur anzuluven und den Gennaker dichtzuholen brauchten, um mit Vollspeed dem schemenhaft
erkennbaren Felsen entgegen zu segeln. Denselben Plan verfolgte eine
französische Ker 39, die sich an uns ein Beispiel nahm und ihren Code Zero
ratz fatz gegen einen roten Gennaker eintauschte.

Bei grauem Himmel und Nieselregen ließen wir den Felsen an Backbord. Etliche
Motorboote lagen vor Ort um Fotos zu schießen, sogar ein Hubschrauber gab
uns die Ehre. Statt des A3 ging es wieder mit der Heavy weiter. Das Kleinere
Schiff nahm den Felsen enger und Bug an Bug näherten wir uns der nächsten
Bahnmarke. Wir ließen die Haspa laufen und hängten den Kleinen zügig ab.
Nach einer Wende Richtung England, haben wir nun bei 5 Bft die JibTop oben
und sind frohen Mutes dabei weitere... [weiter...]

 
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Dienstag, 13. August 2013

Haspa Hamburg: Fastnet voraus

Noch 70 Meilen bis zum Rock

MoinMoin,
gestern Abend haben wir uns zwischen einem VTG, welches wir nicht queren
dürfen, und Land´s End hindurchgeschlängelt. Es hatten sich nur wenige
Schiffe für diesen Kurs entschieden. Wir bauten darauf, dass die Strömung
uns einen Vorteil den Anderen gegenüber verschaffen würde, mussten aber mit kabbeligen Wellen und schwachem Wind leben.
Als es dunkel wurde, klang es im Schiff, als hätte der Wind ordentlich
aufgefrischt. Das Schiff schob ordentlich Lage, es knackte, knarrte und
quietschte überall und wir schlugen ständig in den Wellen auf. Aus der Koje
gekrochen und die Wache angetreten, erwarteten uns jedoch nur 15 Knt und wir fuhren unter vollem Groß und Heavy durch die Nacht. Die offene See vor uns, überraschte uns ein besonders heller Komet. Auf einmal war alles
ausgeleuchtet und am Firmament ein kleiner Feuerball zu sehen. Als der Wind
wieder etwas nachließ, zogen wir die Medium, zwischen den beiden Segeln zu
wechseln, klappt inzwischen wie am Schnürchen, und schlossen wieder zum Rest des Feldes auf.
Am Morgen konnten wir an den Segeln, am Horizont und dem AIS sehen, dass
sich an unserer Position zu den Anderen kaum etwas geändert hatte.
Kurz bevor eine kleine Walschule achtern unseren Weg kreuzte, kam uns einer
der großen Segler mit Gennaker vom Rock entgegen. Uns erweist die Medium
treue Dienste und wir pflügen zügig durch das klare Wasser in diese... [weiter...]

 
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Dienstag, 13. August 2013

Fastnet Norddeutsche Vermögen Hamburg - Bericht 3

Wie heißt es doch so schön: Die meiste Zeit des Lebens, wartet man vergebens.

Nicht ganz so, aber fast, erging es uns gestern Nacht.
Wir hatten uns unsere Taktik schön zurechtgelegt und warteten auf den  Linksdreher in den späten Abendstunden. Doch die Wetterabteilung des lieben Herrn Petrus blieb untätig. So also auch wir: Erstmal weiter nach Westen fahren.
Über den gesammten Abend hatte sich bereits der Himmel zugezogen, wir erwarteteten zudem eine Nacht, finster wie in sprichwörtlichen Gegenden bekannt aus dem Tierreich. Aber siehe da: ein Zeichen! Der Hochdruckrücken holte sich die Initiative zurück, der Himmel klarte auf und es kam mitten auf der keltischen See ein wundervoller Sternenhimmel zum Vorschein.
Sternschnuppen, teilweise mit hellen Explosionen ohne Ende. Da gehen einem glatt die Wünsche aus, wie Sylvester.
Heute Morgen kam dann doch mit einigen Stunden Verspätung der Windreher
auf West, dafür ging die Windgeschwindigkeit auf 4-5 kn runter. Es ist nicht ganz einfach bei stehender Altsee und keinem Druck im Schiff geradeaus zufahren. Mittlerweile hat sich der Wind ausf West 10kn eingependelt. Wir können mit der G1 den Fastnet Rock mehr oder weniger anliegen. Im weiteren Tagerverlauf soll der Wind auf SSW 15 gehen. 

Von der kulinarischen Seite gibts nichts Sterneverdächtiges zu  berichten. Das Essensprogramm läuft unter zweckmäßig, aber sättigend und soll nicht die Konzentration vom Segeln nehmen. Der Reis... [weiter...]

 
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Dienstag, 13. August 2013

Fastnet Bericht 2

Die Vorhersage hat sich bewahrheitet.

Der Wind ging im Kanal bereits auf NW.
Nun steht er bei NNW und wir haben eine volle Kreuz bis zum Fastnet Rock.
Aktuell liegen noch 122nm vor uns, direkte STrecke.
Heute Nachmittag haben wir bereits das erste mal die Scillies
berundet. Passiert eigentlich erst auf dem Rückweg, werden wir dieses Mal
wohl zweimal machen.
Ab den Scillies telt sich nun auch das Feld. Wir erwarten einen Linksdreher
in der Nacht und halten uns südlich der Rhumbline. Viele andere Teilnehmer
suchen ihr Heil im Norden und haben die Scillies nördlich passiert.
Wer recht hat, wird sich am Fastnet Rock zeigen, wenn die Wetterfee mit dem
Ziehen der Gewinnerlose beginnt. Wir hoffen natürlich auf ein guten Los.
Das Wetter hat sich bisher von seiner handigen Seite gezeigt. Alles zwischen
8 und 22kn war dabei, mit vielen Vorsegelwechseln zwischen G1 und G3. Das
Spigeschirr fahren wir noch unter Deck, können wir zur Zeit eh nicht
gebrauchen.

Wir hoffen nun gegen morgen Abend auf die Rundung des Fastnet Rocks.
Crew ist wohlauf, Schiff ebenfalls.

Es grüßen
Gregor, Chriggel, Jule, Lasse, Torben, Patrick, Wolfram, Max, Jan, Torsten
Pos 4953N, 0724W
SOG 7,9 COG 280
TWD 335 TWS 15
G3+Groß


 

 
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Sonntag, 11. August 2013

Heute um 1330 BST erfolgte für uns der Start fürs Fastnet 2013 in der Gruppe IRC1

Zwei Tage Training und umfangreiches Ausstauen liegen nun hinter uns

Der Solent zeigte sich von seiner sanften Seite. SW mit 12-17kn Wind.
Aufgewühltes Wasser gab es nur wegen der vielen Teilnehmer und
Zuschauerboote, ca. 370 Teilnehmer verwandelten den Solent in ein wirres
Durcheinander.
Unser Start war der vorletzte. Doll war er auch nicht. Stichwort zweite
Reihe...;abgehakt.
Unsere ersten beiden Highlights hatten wir bereits vor Hurst Castle. Die
beiden Maxis Esimit Europa und ICAP Leopard mussten uns Raum geben. So
rauschten die beiden reisebuslangen Bugsprits 2m hinter uns vorbei. Welch
ein Anblick: Profis scheinen aber nicht viel fürs Winken übrig zu haben.
Die Wettersaussichten sagen uns Winde zwischen 15-20kn aus SW, danach dann abnehmend und NW drehend voraus.
Wie waren nochmal die kurse beim fastnet? Cowes>Lands End Richtung SW,
Lands Eend > Fastnet Richtung NW......na das passt ja: doppelter Haken in der
Fastnet-checkliste unter "Kreuzen".
Für den Rückweg sollen die Lichter dann ganz ausgehen. auch nichts Neues,
kennen wir aus 2009 und 2011.
Vor ca. 2h haben wir unser erstes Kap passiert. Nun soll in ca. 1h Portland
Bill folgen. Bisher hatten wir bis 4,5kn mitlaufende Strömung und teilweise
holprige See, das wird sich heute Abend wandeln.
Es grüßen von bord der nvjh
Lasse, Jule, Patrrick, Chriggel, Gregor, Wolfram, Torben, Max, Jan und
Torsten

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Samstag, 10. August 2013

Fastnet Race 2013

Der Countdown läuft

Die Haspa Hamburg und die Norddeutsche Vermögen Hamburg werden wie 345 weitere Yachten in nicht einmal mehr 22 Stunden über die Startlinie segeln.

Auf dem Racetracker können wir die Norddeutsche Vermögen Hamburg, die in der Gruppe IRC1 startet sowie die Haspa Hamburg, die sich mit Schiffen der Gruppe IRCZ misst, verfolgen:http://fastnet.rorc.org/2013-fleet-tracking.html

Zwischen 10.00 und 11.50 Uhr finden die Starts der acht Gruppen statt. Wer weitere Informationen wünscht oder gerne live dabei ist, kann sich unter: fastnet.rorc.org

informieren.

 
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Donnerstag, 08. August 2013

Guten Morgen Hamburg,

wir schicken euch begeisternde Grüße von der Norddeutschen Vermögen Hamburg
aus dem englischen Kanal! Seit heute Morgen haben wir das erste Mal so
richtig anständigen Wind und rauschen unter A3 von Dover zur Isle of Wight.
Hetti freut sich über Spitzengeschwindigkeiten von über 13 Knoten und der
Rest der Wache bemüht sich um den optimalen Segeltrimm!
Im Rückblick ist das auch die einzige Konstellation, die uns noch fehlte:
Wir haben in den letzen drei Tagen so ziemlich alles erlebt: Von absoluter
Flaute, Badestops und Sorgen, ob der auf Helgoland gebunkerte Diesel denn
wohl bis nach Dover reicht, bis hin zu einer Bilderbuch-Kaltfront mit
Gewitter rundherum und 30 Knoten Wind vor Hollands Küste. Aber was erwartet
man schon von einer Reise nach England? Dem Strandurlauber an Deutschlands
Nordseeküste wird das Wetter gefallen haben ;-). Zum Segeln eignetete es
eher bedingt. Aber wir haben ja unsere G1 und konnten so auch Winde von 5kn
in leichten Vortrieb verwandeln.
Umso mehr freuen wir uns nun aber über die konstanten 18kn Wind aus Nordost,
die die blaue Dame schnell gen Ziel schieben. An Bord befinden sich alle
wohl auf. Und die zahlreichen neuen Mitglieder, die wir für diese Reise an
Bord haben, können mit Recht behaupten, vieles erlebt zu haben. Die Stimmung
ist nach einem Kurzstop in Dover zum Nachbunkern von etwas Diesel
ausgelassen gut... [weiter...]

 
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Dienstag, 06. August 2013

Bei Meeresleuchten durch die Nacht

Von Glückstadt auf nach Hamble bei kurtaxereifem Wetter

MoinMoin von der Haspa!

Nachdem einige von uns bereits am Feitag an Bord gegangen sind, um die
ersten Reperaturen zu erledigen, stieß der Rest der Crew am Samstag dazu.
Bei strahlendem Sonnenschein und 26°C stauten wir unnötiges Gewicht in Form
der "dritten Ersatzsegellatte der Erstzsegellatte" aus, schlugen das Groß an
und kramten die 50+ Sonnencréme hervor..

Als sich die Schleusentore öffneten und aller Proviant gestaut war,
starteten wir gen Helgoland. Unter Großsegel und G3.5 segelten wir bei 15
ktn und anhaltender Hitze zielsicher in die nächste Regenfront der Farbe
"gelb", die uns die Segel wieder bergen ließ und unser Ölzeug prompt einem
Dichtigkeitstest unterzog.

Wie es mit Regen so ist, folgte Sonnenschein, der Wind jedoch stand leider
gegenan und wir motorten durch die Hacksee ins freie Wasser. Wo wir die
Maschine endlich abstellen und weiter segeln konnten. Unter sternenklarem
Himmel legten wir den Rest der Strecke zurück und liefen gegen 0200 morgens
in den Helgoländer Hafen ein.

Als Nils am Sonntagmorgen um 0900 eintraf, war die Nacht für alle beendet.
Es ging ans Winschen auseinander nehmen, letzte Besorgungen tätigen, Hutze
anbauen und raus aufs Wasser. Die Überführung nach England konnte beginnen.

Unter vollem Groß und der G3.5 folgten wir unserem Kurs durch die VtG's.... [weiter...]

 
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Mittwoch, 17. Juli 2013

Hallo zusammen,

mittlerweile sind wir alle wieder an Land und haben dauerhaft festen Boden unter den Füßen.

Von Göteborg aus ging es auf Fahrt nachhause. Nach kurzer Analyse der Strecke entschlossen wir uns für das „Monsterprogramm“: Nur 2 Etappen.

So ging es die erste Nacht durch bis nach Samsö, inklusive einer längeren Flautenphase mit Ausblick auf den Anholt-Windpark. Unsere Hoffnungen auf Besserung wurden erst wenige Meilen vor unserem Ziel erfüllt, so dass wir uns erstmalig nach dem Oslofjord dazu gezwungen fühlten eine längere Strecke zu motoren. Somit erreichten wir Kolby Kas erst morgens um 8:00 Uhr - die meisten der Crew würden gemäß der Weckkonditionen im Hafen sagen: „Normale Aufstehzeit“. Wir legten uns diesmal jedoch teilweise an und teilweise unter Deck in die Schlafsäcke und gönnten uns eine Mütze Schlaf. Den Tag konnten wir dann bei bestem Wetter am Strand und im Wasser genießen.

Samstag erwartete uns dann der letzte 100-Meilen-Sprint nach Kiel. Vor der Nordspitze Langelands wähnten wir dann ein Déjà-vu – Flaute! „Bitte nicht“ sah man schon in allen Gesichtern. Nachdem der Wind sich jedoch eingependelt hatte frischte er immer weiter auf und bescherte uns letztlich eine letzte herrliche Rauschefahrt mit gerefftem Groß und G5.

Nun liegt die NV wieder grundgereinigt mit einigen technischen Sperenzchen die wir aufgetan haben aber... [weiter...]

 
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