Der sagenumwobene dritte Tag!

und nun gibt es auch kein Zurück mehr!

Der letze Landkontakt ist ausser Sichtweite. Wir segeln hoch am Wind mit 20-25 Grad Schräglage und 2m Welle. Nächstes Land: Grenada!

Langsam spielt sich das Leben an Bord ein - aber eben nur langsam. Es ist immer anstrendend, sich an das Bordleben zu gewöhnen, auch für diejenigen, die das schon lange Jahre kennen. Das ist halt Hochseesegeln! Und das haben wir ja so gewollt.....! Haben wir das? Naja, egal...die Realität ist hier und jetzt.

Wie schon viele Reisen zuvor auch, fragst Du Dich an dieser Stelle, was du hier eigentlich tust? Du könnest die Nacht ja im weichen Springbock-Bett verbringen und den morgendlichen Kaffee von einer dieser tollen, modernen Maschinen zelebrieren lassen. Wenn du Lust hast, könnest du zum Italiener um die Ecke gehen oder machst eine Flasche Rotwein auf. Letzteres steht uns nicht zur Verfügung und stattdessen können wir bei 25 Grad schwüler Wärme und schlechter Luft unter Deck nicht schlafen. Kaffeekochen ist nur was für Akrobaten und die Regenhose ziehst du am besten mal wieder auf dem Rücken liegend an, damit du auf einem Bein stehend nicht abhebst und hinknallst. Den mühsam gekochten Kaffee nimmst du mit nach draussen an Deck. Bein Ansetzen zum Trinken wird das Schiff von einer Welle derart angehoben, dass dir der Kaffee zum überewiegenden Teil tief in den Ausschnitt läuft, anstelle dahin, wo er geplant war. Naja, egal... sieht ja keiner und ändern kannst du es auch nicht mehr.

Nun fragt Ihr euch vielleicht, warum wir das troztzdem machen? Weil es hier draussen schön ist! Derzeitig herrschen traumhafte Segelbedingungen vor, wenn auch die Windrichtung noch nicht ganz stimmt. Ein traumhafter Sternenhimmel heute Nacht, herrliche Sonne heute tagtsüber und (fast) keine ankommenden E-Mails :-)

Also: Alles bestens! Bis morgen oder übermorgen!

Viele Grüße von Bord wünscht euch

die Crew der „Broader View Hamburg“

Mehr lesen über: Reiseberichte 2017RSS Feed