Baltic Sprint Cup 2006
Der Baltic Sprint Cup 2005 war zweifelsohne das seglerische Highlight des Jahres. Konnte Cheforganisator Henning Rocholl in 2006, trotz des enorm gestiegenen Angebotes an Hochsee-Events, wie Blue Race, Skagen Rund oder Round Britain, wieder die Erwartungen erfüllen?
Baltic Sprint Cup (BSC), das ist seglerisch betrachtet eine Reihe von anspruchsvollen Langstreckenregatten, entkoppelt durch unterhaltsame Partys im Kreise einer eingeschworenen Gemeinschaft. BSC, das ist auch ein Verwischen von der Grenze zwischen Tag und Nacht: In Skandinavien ist es derzeit quasi durchgehend hell, gesegelt wird rund um die Uhr und gefeiert gleichermaßen, sobald das Boot im Hafen ist. Also, ein völlig neues Lebensgefühl...[ weiterlesen]
Ein Bericht von Martin Röhrig.
NVH: Round Britain

Räumen, putzen, kaufen war das Motto der letzten Stunden vor dem Start.
Liebevoll vom Skipper geweckt ‐wenn um 7 Uhr wecken überhaupt was mit Liebe zu tun haben kann. Aber ohne das frühe aufstehen wären wir wohl tatsächlich zu spät zum Start gekommen. Bis zur allerletzten Sekunde wurde die Verpflegung optimiert, Taschen ein‐ und wieder ausgepackt und zu guter Letzt noch ein letzter Burger bei unserer Stammkneipe im Hafen verputzt. ...
Als wir jeder unseren Doubleburger endlich in der Hand hielten zeigte die Uhr zwei Minuten bis zum ablegen, dh. wer im schnell essen nicht so trainiert war wie an der Winsch mußte in einer Hand den Restburger in der anderen die letzten Pommes im Dauersprint zum Schiff sonst wären wir halt mit nur zehn Mann los gesegelt. U
nter Sturmfock und Trysegel dann vorbei an der Wettfahrtleitung ‐ keine Angst: nicht weil der Wind das verlangte, aber dafür die Regattaleitung. Und dann hieß es Sponsorjäckchen und Schwimmweste an, die Schwimmweste natürlich auch mit diesem herrlichen Gurt durch die Beine, den wir ja alle als Kinder schon so geliebt haben, und los gings.
Mit der neuen Genua drei und dem neuen Groß haben wir dann auch wirklich eine gute Figur am Start gemacht, das selbst die Aquis Granus (das Schiff der RWTH Aachen, die eigentlich schneller sein sollte) zwei Stunden brauchte um uns mal von vorne zu sehen.... [weiterlesen]
SSS- Praxis auf der Haspa
oder die Frage: „Wie knapp kann ein Pferd springen?“
Von Martin Röhrig und Paul Casdorff Das es knapp werden würde, zeichnete sich schon sehr früh ab. Gut 6 Wochen vor Prüfungsbeginn war der Arbeitsbedarf an Bord der Haspa, besonders am Unterwasserschiff, noch gewaltig. Das Thermometer wollte die erforderliche Mindestverarbeitungstemperatur für die etlichen Lagen Grundierung und Farbe einfach nicht überschreiten. Der Krantermin 09. April wurde sehr bald abgemeldet, ein realistischer neuer Termin war kaum in Sicht.
Mit viel Einsatz und in Nacht- und Nebelaktionen konnte schließlich am Osterdienstag gekrant werden; noch 3 Tage bis Trainingsbeginn.... [weiterlesen]
Ostseetour Kiel – Göteborg auf der Haspa
oder wie unsere Pauschal-Urlauber sagten: “Hotel zum quietschenden Steuer“
25.06. – 04.07.2006
Bevor wir unseren wohlverdienten Urlaub antreten durften, hatten wir (Skipper: Björn Woge und Crew: Peter Merkel, Frank Eichstädt, Tom Mückel und ich mit ein paar Tagesgästen, noch einen Auftrag am vorletzten Tag der Kieler Woche. SPONSORENPFLEGE wird auch in diesem Jahr wieder groß geschrieben, und so fuhren wir der Atlantis (einem schönen Drei-Master) bei null Wind entgegen. Den Gästen sollte etwas präsentiert werden...witzig... nachdem wir die Atlantis unter Motor ein paar Mal umrundeten, haben wir bei Minuswinden unter Motor den Spi hochgezogen, den Rückwärtsgang eingelegt, und siehe da.... es sah wirklich gekonnt aus! [weiterlesen]
„Ice Age Elbe-Tour“
mit der HASPA auf den Spuren der Eiszeit...
28. April – 1. Mai 2006
Reisebericht Bettina Kohl
Alle freuten sich auf einen Segel-Saison-Auftakt mit Ziel Helgoland bei sommerlichen Temperaturen, aber der April kämpfte auch auf den letzten Tagen um sein Image ...
Am Freitag Nachmittag ging das Abenteuer los. Nach Aldi-Mega-Einkauf ging’s gen Glückstadt. Vor lauter Klatsch verpassten wir erst einmal die Autobahn-Ausfahrt und die nächste war gesperrt wegen Baustelle. Aber wir hatten uns ja noch viel zu erzählen, so dass der Umweg lustig genutzt wurde. Nach und nach trudelte die gesamte Crew ein: Skipperin Christina, 1. Wachführer Dirk, Bettina, Ewa, Petra, , Christina und Frank sowie die Schnuppersegler Marvin, Thomas und Cora. Bei schöner Abendsonne ging die erste Runde GT rum. Und der Besuch beim örtlichen Griechen sorgte dank kollektiver Knoblauch-Fahne dafür, dass sich keiner mehr unserem Schiff nachts nähern würde. Gegenüber einer hochmotivierten, gut gelaunten Crew wagte Tina die erste Hiobs-Botschaft: 4:00h Wecken und Auslaufen, denn um 5:10 ist Hochwasser! .... [weiterlesen]